
Ducati Capirossi 2007
Für die Saison 2007 war Casey Stoner lange bei Yamaha als möglicher
Teamkollege von Valentino Rossi im Gespräch, im Oktober 2006 unterschrieb er
jedoch einen Vertrag bei Ducati. Das italienische Team suchte dringend einen
Fahrer als Ersatz für Sete Gibernau, der seine Karriere nach gescheiterten
Vertragsverhandlungen beendet hatte. Später gaben die Verantwortlichen zu, mit
Stoners Verpflichtung ein großes Risiko eingegangen zu sein, da man vor
Saisonbeginn nicht einschätzen konnte, zu welchen Leistungen er fähig sein
sollte. Stoner selbst betonte, dass die Chance auf eine Werksmaschine
ausschlaggebend für seine Entscheidung gewesen sei. Der Australier startete
furios in die Saison. Beim Auftaktrennen, dem Grand Prix von Katar, konnte er
vor allem wegen der überlegenen Höchstgeschwindigkeit seiner Ducati einen
überzeugenden Sieg einfahren.
Nach weiteren Siegen bei den Rennen in der
Türkei und China, prophezeite die Konkurrenz noch, die Ducati könnte nur auf
Pisten mit langen Geraden siegreich sein. Nachdem Casey Stoner den WM-Favoriten
und siebenfachen Weltmeister Valentino Rossi beim Großen Preis von Katalonien
auf der technisch anspruchsvollen Piste von Barcelona besiegt hatte, wurde er zu
den ernsten Titelkandidaten gezählt. Nach weiteren, teils überlegenen Siegen in
Großbritannien, den USA, Tschechien und in San Marino sicherte sich Casey Stoner
bereits im viertletzten Rennen, dem Grand Prix von Japan in Motegi, den
Weltmeistertitel. Am Saisonende hatte er zehn Siege und insgesamt 14
Podestplätze zu Buche stehen. Stoner bescherte dem kleinen bologneser Werk
Ducati damit den ersten WM-Titel in der Geschichte der FIM-Motorrad-Straßen-WM
überhaupt und ist der erste Weltmeister der Königsklasse auf einem
nicht-japanischen Fabrikat seit Phil Read 1974.
Quelle: Minichamps







