
Kawasaki Z1000R1
Entgegen einer internen Absprache unter den japanischen Herstellern keine
Motorräder über 750 ccm auf den Markt zu bringen, stellte Kawasaki im Herbst
1972 überraschend die 900 Z1 "Super 4" der Weltöffentlichkeit vor.
Diese mit
79 PS (bei 8500/min) starke Viertakt-Maschine mit zwei oben liegenden,
kettengetriebenen Nockenwellen und vier Vergasern erreichte eine für die
damalige Zeit schwindelerregende Geschwindigkeit von 210 km/h. Sie bekam
deswegen auch den Beinamen "Frankensteins Tochter". Gemäß dem Stand der
damaligen Technik besaß die 246 kg schwere Kawa am Vorderrad eine hydraulisch
betätigte Scheibenbremse, hinten verrichtete konservativ eine Trommelbremse
ihren Dienst. Die Vier-in-Vier-Auspuffanlage unterstrich die Kraft der Z1 mit
einer gewaltigen Akustik.
Die Kawasaki 900 Z1 wurde nicht nur durch ihre
herausragende Fahrleistung und einwandfreie Optik zum Verkaufsschlager, sondern
auch aufgrund ihres günstigen Preises von 7.200,- DM. Sie wurde damit zum
unbestrittenen Superbike der Siebziger: Im Jahre 1973 wurden allein in
Deutschland 2500 Stück verkauft.









