
BSA Rocket III
Im Jahre 1984 hatte die Vmax ihr Debut auf einem US-Händler-Treffen in Las Vegas. Unter dem Einfluss der populären Viertelmeilen-Rennen in den USA wurde ein Motorrad entworfen, welches mit einer Zeit von unter 11 Sekunden für die ¼-Meile das am schnellsten beschleunigende Serienmotorrad seiner Zeit war. Möglich wurde dies durch Verwendung des V-4 Motors aus einem Yamaha Tourenmotorrad, dessen Leistung durch diverse Optimierungen und Verwendung des V-Boost-Systems auf nahezu 150 PS angehoben werden konnte. Die Kraftübertragung vom 5-Gang Getriebe zum 150er Hinterreifen erfolgt per Kardanwelle. Verzögert wird die vollgetankt 283 kg schwere Maschine rundherum mit Scheibenbremsen, wobei am Vorderrad 4-Kolben-Festsättel zum Einsatz kommen. Ein Schwachpunkt, wie sooft bei japanischen Motorrädern, ist das Fahrwerk. Die Vmax neigt bei höheren Geschwindigkeiten zum Pendeln. Der Doppelschleifen-Rahmen aus Stahlrohr, die 40er Telegabel und eine konventionelle Hinterradschwinge mit Federbeinen können das Hochgeschwindigkeitspendeln leider nicht vollständig eliminieren. Der aus Platzgründen unter der Sitzbank montierte 15-Liter-Tank ist mit ein Grund für die Hecklastigkeit der Maschine. Die endgültige Produktionseinstellung war im Jahre 2006, die Nachfolgerin (1.679 cm³ Motor mit 200 PS) ist seit 2008 im Handel.

















